Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!

5. Aug, 2019

Die aufgeheizte Umweltdebatte hat neben Klimaschutz und Energieversorgung auch das Thema „Plastik“ erfasst.

Angesichts verstörender Bilder verschmutzter Meere und Mikroplastik in der Nahrungskette droht aber auch hier ein undifferenzierter populistischer Aktionismus, der im Zweifel die bestehenden Probleme nicht löst, sondern im schlimmsten Fall sogar insgesamt mehr schadet als nützt.

Denn: Kunststoffe erfüllen wesentliche Funktionen, wenn es zum Beispiel um Hygiene, Schutz und längere Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie hoch innovative Lösungen im medizinischen Bereich oder klimaschonende Technologien im Fahrzeug- und Flugzeugbau geht. Auch leistungsstarke Windräder oder Photovoltaikanlagen wären ohne Kunststoffe undenkbar. Kunststoffe helfen also auch, das Klima zu schützen!

Kunststoffe gehören als Abfall weder ins Meer noch sonst in die Umwelt!

Das Problem: Rund 90 Prozent des globalen Kunststoffabfalls in den Weltmeeren gelangen über acht asiatische und zwei afrikanische Flüsse in die Ozeane. Der Grund: In den betroffenen Regionen mangelt es an einer gut funktionierenden Abfallentsorgung.

Dass es nicht hilft, nur mit dem Finger auf die anderen zu zeigen, ist uns allen bewusst.

Seit vielen Jahren arbeiten die deutschen Kunststofferzeuger deshalb daran mit, die Verschmutzung der Meere einzudämmen. Gerade der Zusammenarbeit von Industrie, Handel und Abfallwirtschaft kommt dabei eine besondere Rolle zu. Um Abfälle weiter zu reduzieren, wäre es sinnvoll, ein europaweites Deponieverbot umzusetzen und die bereits hohen EU-Standards auch in andere Regionen zu exportieren. Zudem geht es darum, die Endverbraucher für den achtsamen Umgang mit Abfällen zu sensibilisieren. Denn Plastikmüll gehört weder ins Meer noch sonst wo in die Umwelt.

Kunststoffe pauschal zu verdammen oder gar zu verbieten, führt aber auf diesem Weg nicht weiter. Die Produkte helfen, natürliche Ressourcen zu schonen, die Ernährung und die Trinkwasserversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen, weniger Energie aufzuwenden und die medizinische Versorgung zu verbessern. Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts! Wir dürfen das Kind nicht mit dem Bade ausschütten!

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